Guy Bons Biografie

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Charles Robert Darwin (* 12. Februar 1809 in The Mount (einem Teil von Shrewsbury), England; † 19. April 1882 in Downe) war ein britischer Naturforscher und gilt als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler überhaupt.
Charles Darwin entwickelte und propagierte, jnnnabhängig und doch gemeinsam mit
Alfred Russel Wallace, die Theorie eines natürlichen Prinzips der Evolution durch graduelle Variation und natürliche Selektion. Sie erklärt die langsame Aufspaltung der Organismen in viele verschiedene Arten als Folge von Anpassungen an den Lebensraum. Von dieser Theorie leiten sich heutzutage alle modernen Evolutionstheorien ab. Siehe auch Darwinismus.

Jugend und Ausbildung (1809–1831)
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Darwin wurde in Shrewsbury, England als fünftes von sechs Kindern und als zweiter Sohn in einem Landstädtchen geboren. Die Eltern waren Robert und Susannah Darwin, seine Großväter der Kunstkeramiker Josiah Wedgwood sowie der Naturwissenschaftler Erasmus Darwin, der sich mit Fossilien beschäftigte und in seinem 1796 erschienenen Buch Zoonomia die Idee vertrat, die heute existierenden Lebewesen hätten sich aus gemeinsamen Vorfahren entwickelt. Schon als Junge befasste Charles sich mit der Naturgeschichte.
Darwin besuchte die Shrewsbury School for Boys, vor deren altem Gebäude im Stadtzentrum, das heute die Stadtbücherei beherbergt, er als Statue auf einem Stuhl sitzend thront. Nach der Schule studierte Darwin ab
1825 Medizin in Edinburgh. Dort wurde er von Robert Edmund Grant beeinflusst, einem Anhänger Lamarcks. Wegen seiner Abneigung gegen das Sezieren und die grausamen Zustände bei Operationen zur damaligen Zeit – die Narkose war noch nicht erfunden – brach er sein Studium 1827 ab.
Sein Vater schrieb ihn in
Cambridge für Theologie ein, da er wegen des Studienabbruchs befürchtete, aus seinem Sohn könnte nichts werden. Er hoffte, dass Charles einmal Pfarrer werden würde. Das Theologiestudium war zur damaligen Zeit eine übliche Laufbahn für einen naturbegeisterten Menschen, ein Umstand, der sich später – nicht zuletzt durch Darwin selbst – ändern sollte.
In Cambridge studierte Darwin zwar gewissenhaft auch die theologische Literatur, besonders begeisterte ihn aber die Biologie. Er wurde von Wissenschaftlern wie
William Whewell, Adam Sedgwick und John Stevens Henslow für die Naturwissenschaften, wie z. B. Geologie begeistert. Aber auch schon vorher sammelte er gerne Käfer, eine Leidenschaft, zu der er durch seinen Vetter William Darwin Fox kam. Darwin beendete sein Studium am Christ College der Universität Cambridge mit dem Examen.

Karriere und Anfänge der Theorie (1836–1839)
1836, nach seiner Rückkehr, analysierte Darwin die gesammelten Stücke und bemerkte Ähnlichkeiten zwischen Fossilien und noch lebenden Tieren in der gleichen geografischen Region. Insbesondere fiel ihm auf, dass jede Insel ihre eigenen Schildkröten- und Vogelarten hatte, die sich leicht voneinander in Aussehen, Ernährung usw. unterschieden, sonst aber recht ähnlich waren.
Besonders bei den Exemplaren der
Galápagos-Inseln war das klar zu sehen. Darwin entwickelte die Theorie, dass z. B. all die verschiedenen Schildkrötenarten von einer einzigen Art abstammten und sich an die unterschiedlichen Lebensbedingungen der verschiedenen Inseln angepasst hatten.
Aber Darwin war auch ein Kind seiner Zeit und analysierte seine Funde seiner Reise auf der HMS Beagle im Lichte verschiedener
theoretischer Einflüsse.
Paradoxerweise war für Darwins adaptionsbasierte Evolutionstheorie und seine Suche nach einem einfachen und unveränderlichen Evolutionsgesetz auch sein naturtheologisches Umfeld vorher in Cambridge und insbesondere der Einfluss von
William Paleys Natural Theology bedeutsam (vgl. v. Sydow, 2005).
Weitere wichtige Schriften die einen großen Einfluss auf Darwin hatten waren
Lyells Principles of Geology und Thomas Robert Malthus‘ Essay on the Principle of Population.
Malthus war der Meinung, dass die Bevölkerung schneller wächst als die Nahrungsmittelproduktion und deshalb durch Hungersnöte in ihrer Zahl begrenzt wird. Malthus war zu dem Schluss gekommen, dass die Bevölkerung in geometrischer Reihe (2,4,8,16 …) ansteigt, die Ressourcen (Nahrungsmittel) jedoch nur in arithmetischer Reihe (2,3,4,5 …). Die düstere Folge davon waren für Malthus Hungersnöte und Überbevölkerung (
Wuketits, Franz M.: Charles Darwin. Der stille Revolutionär, o. Aufl. München – Zürich 1987).
Auf diese Gedanken aufbauend formulierte Darwin seine Überlegungen zu Veränderung und Entwicklung der Arten in seinem
Notebook on the Transmutation of Species.